Ganzheitliche Ansätze als solche sind ja nicht neu. Aber diese konsequent durchgeführte Konzeption ist eine Erneuerung der Klavierpädagogik. Neu auch deswegen, weil sie das Musizieren einerseits aus dem zum Teil gemiedenen Goldkäfig der Kunst befreit, andererseits zu ihm hinführt und gleichzeitig jeden Menschen im Auge behält, der Musik machen möchte. Wunderbar!

Die Parameter der Musik werden eins mit dem klavierpädagogischen Aufbauprozess und dem Lernvorgang. Auf diese Weise entsteht eine eigenständige pädagogische Kunstform.

Die verschiedenen Formen, in denen sich musikalische Parameter äußern, werden erfasst, kategorisiert und handwerklich-musikalisch von den Polen des Erkennens und der Phantasie (rechte und linke Gehirnhälfte) der Praxis zugeführt. Diese Formen werden in Vorstellungs- und Handlungsbilder übersetzt und in Erlebnis-Begriffe im wahren Sinn des Wortes gegossen.

Auf diesem Wege kann der Lernende sein musizierendes Tun lebendig erhalten, während dessen Sättigung im Laufe der Zeit zu lebendigen Begriffen führt.

Der erste Teil der „ersten Schritte“ weckt in mir große Erwartungen auf das Folgende. Für die geistige Urheberschaft den herzlichsten Dank an Sie – und auch an Herrn Wei Tsin Fu und für die von Ihnen geleistete Weiterführung, bzw. Entwicklung und Verbreitung.

(Statement von J. Muschol)